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Bau- und Architektenrecht
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Donnerstag, den 02. Juni 2011 um 08:44 Uhr

Rechtsanwälte Hammes & Kollegen informieren:

Haftpflichtversicherungen des Architekten tragen nicht alle Kosten für Fehler

von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Hubertus Hammes - Stralsund

Architekten, denen bei Planung und Bauleitung Fehler unterlaufen, können sich nicht automatisch auf ihre Haftpflichtversicherung verlassen, warnt RA H. Hammes, Stralsund.
Der Fall ist nicht selten: Ein Architekt hat durch falsche Planung und Bauleitung einen Mangel verursacht. Der Bauherr verliert das Vertrauen in ihn und beauftragt mit der Sanierung einen anderen Planer. Die Kosten für die baulichen Arbeiten trägt zwar weitgehend die Versicherung, aber das Honorar des zweiten Bauleiters muss der erste komplett übernehmen. Die Versicherungen argumentieren dabei: Die mängelfreie Ausführung des Bauwerks wäre Aufgabe des ersten Planers gewesen; der zweite erledige nur den Job des ersten. Schützen können sich Planer vor solchen unerwarteten Zusatzausgaben nur, wenn sie von Anfang an ein so genanntes Selbstbeseitigungsrecht im Vertrag vereinbaren. Geht dann etwas schief, dürfen sie den Schaden wenigstens selbst beheben.

Bauverträge

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. Mai 2013 um 11:37 Uhr
 
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Montag, den 13. Dezember 2010 um 16:06 Uhr

Zur Bauabnahme immer Ortstermin vereinbaren!


Damit Bauverträge nicht für den Kamin sind

 

Wer baut, der sollte immer auf eine förmliche Bauabnahme bestehen.

Darauf weist Rechtsanwalt Hubertus Hammes, Stralsund, hin.

Bauherren und Käufer schlüsselfertiger Immobilien sollten sich nicht auf die einfache Unterzeichnung des postalisch zugestellten Abnahmeprotokolls einlassen. Wer bei der Übernahme seines neuen Wohnhauses auf die förmliche Bauabnahme verzichtet oder Mängel stillschweigend in Kauf nimmt, der vergibt leichtfertig seine Rechte, denn mit der Abnahme gehen alle Gefahren und Risiken auf den Bauherren oder Käufer über. Außerdem beginnt mit der Abnahme auch die Gewährleistungsfrist: Von Stund an muss der Bauherr dem Unternehmer alle Mängel nachweisen. Weil die Bauabnahme ein so wichtiger Schritt ist, sollte sich der Bauherr das Druckmittel auch nicht einfach aus der Hand nehmen lassen, mahnt RA Hammes. Grundsätzlich abnehmen muss der Bauherr den Bau natürlich. Er hat ihn in Auftrag gegeben und muss dem Unternehmer nun auch die Möglichkeit einräumen, das Werk ordnungsgemäß abzuliefern. Allerdings muss der Bauherr nur einen mangelfreien Bau abnehmen.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Hubertus Hammes - Stralsund

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Dezember 2010 um 16:15 Uhr
 
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Montag, den 13. Dezember 2010 um 15:58 Uhr

Planer sollten klare vertragliche Vereinbarungen treffen

 

Wo gebaut wird, da gibt es zuweilen Ärger. Das lässt sich kaum vermeiden, denn ein Bauwerk ist eine komplexe, planerische und handwerkliche Leistung ‑ nicht immer perfekt, aber meist ordentlich und funktionsfähig, so die Erfahrung von Rechtsanwalt H. Hammes, Stralsund. Zu den Hauptproblemen gehören auch weniger schlampige Arbeit auf den Baustellen, als vielmehr mangelnde Kommunikation, schlechte Absprachen und lückenhafte Verträge im Vorfeld. Ein ständig wiederkehrendes Problem für Planer sind die Sonderwünsche der Bauherren. Unter dem Motto „wir bauen ja nur einmal im Leben“ wird im Laufe der Bauzeit das Budget kräftig überzogen. Der Architekt hat hinterher den doppelten Schaden: Er muss sich für die Mehrausgaben kritisieren lassen (typisches Vorurteil: Mit Architekt wird alles teurer!) und er bekommt für die Extras kein Honorar. Es sei denn, er hat dies frühzeitig und vertraglich geregelt. Der Baurechtler hilft ihm bei der Regelung seiner Interessen.

 

Auch für Verträge gibt es Architekten

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Hubertus Hammes - Stralsund

 
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Montag, den 13. Dezember 2010 um 15:51 Uhr

"Schlechtwetter" kommt nur selten vor

 

Der Winter steht vor der Tür. Wenn er so kalt wird, wie der vergangene, könnte schlechtes Wetter wieder für Verzögerungen auf deutschen Baustellen sorgen. Dann heißt es wie so oft: Wer zahlt für die verlängerte Bauzeit durch Frost und Witterung? Die Frage birgt Konfliktpotenzial, denn nicht alle Bauzeitverzögerungen sind wirklich gerechtfertigt, betont Rechtsanwalt Hammes, Stralsund, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Das Problem Witterung und Bauzeit regelt die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleis-tungen (VOB/B in § 6 Abs. 2 Nr. 2). Demnach gelten Wetterbedingungen, mit denen unter normalen Umständen gerechnet werden muss, nicht als Behinderung. Der Bauunternehmer hat also auch bei relativ schlechtem Wetter noch keinen Anspruch auf eine Verlängerung der Bauzeit. Er muss den Bau trotz Schnee und Eis fristgerecht fertig stellen. Die VOB/B erlaubt allerdings Ausnahmen von dieser Regelung, unter anderem bei „höherer Gewalt“ und „unabwendbaren Umständen“. Extrem schlechtes Wetter zählt dazu.

Was aber ist schlechtes Wetter? Ab wann darf sich der Bauunternehmer auf das sprich-wörtliche „Schlechtwetter“ berufen? Der Bundesgerichtshof hat dazu bereits 1973 ein Urteil gefällt (BGH, Urteil vom 12.07.1973 ‑ VII ZR 196/72). Dabei haben die Richter genaue Vorgaben gemacht. Als besonderes Witterungsereignis gilt beispielsweise eine tägliche Niederschlagsmenge von 64 Millimeter pro Quadratmeter, wenn die maximale durchschnitt-liche Niederschlagsmenge bei 40 bis 50 Millimeter pro Quadratmeter am Tag liegt. Auch lang anhaltende ungewöhnliche Kältewellen im Winter zählen zu diesen besonderen Witte-rungsereignissen. RA Hammes erinnert an typische Beispiele, wie den Winter 1978/79 in Norddeutschland, auch der ungewöhnlich starke Eisregen 1978 zählt dazu oder der strenge Winter 1995/96.

Au den Punkt gebracht: Wenn die Bundeswehr auf den Dächern steht, um der Schneemassen Herr zu werden, dann ist von einem besonderen Wetterereignis auszugehen. In solch einem Fall verlängert sich die Bauzeit. Der Bauunternehmer muss den Bauherrn unverzüglich und schriftlich darüber informieren, wenn er wegen der Witterung nicht weiter arbeiten kann. Und er muss die Arbeiten unverzüglich fortsetzen, sobald es das Wetter wieder zulässt.

Insgesamt allerdings sind solche besonderen Witterungsereignisse eher die Ausnahme. Als Beurteilungsgrundlage ziehen Rechtsexperten in der Regel die Mittelwerte des Wetterdienstes heran und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren. Weil gerade das Wetter immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer führt, rät Rechtsanwalt Hammes allen am Bau Beteiligten, die Regelung nicht der VOB/B zu überlassen, sondern rechtzeitig im Vertrag detaillierte Regelungen festzuschreiben. Das gilt auch für den jetzigen Winter.

 

Verträge müssen halten

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Hubertus Hammes - Stralsund

 
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